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Gesund und munter durch den Lockdown

Wir alle kennen es seit fast einem Jahr sehr genau: den Verlust unserer bisherigen Normalität. Vielleicht sitzen Sie täglich vor Ihrem Rechner im Homeoffice und vermissen nicht nur Familie, Freunde und sogar die Kollegen, sondern spüren auch das ein oder andere Ziehen im Rücken oder Nacken und so ganz allgemein möchten Sie Ihrem Körper etwas Gutes tun?

Dann kommen die perfekten Lesetipps:

 

Sehr empfehlenswert: „Die besten Hausmittel – was wirklich hilft“ von Dr. med. Franziska Rubin. Hier findet sich wirklich alles – von Asthma über Hautkrankheiten, Kopfschmerzen, Rückenleiden, bis hin zu Zahn – und Zahnfleischproblemen. Zugegeben, mit 464 Seiten anständig dick, aber wir möchten behaupten, nirgends finden Sie so geballte Information in einwandfreier Verständlichkeit, wie in diesem Buch.

Alle, die die Krankheit nicht einfach nur loswerden möchten, sondern sich dafür interessieren, wie sie überhaupt entsteht, sind mit dem Buch von Dr. med. Marianne Koch „Unser erstaunliches Immunsystem“ wunderbar beraten. Gesundheitliches Basiswissen wird vermittelt, zudem brandaktuell in Bezug auf Corona. Auch über Ihr Schlafverhalten, mögliche Allergien und was den Körper im Alltag belastet, finden Sie hier eine Antwort. Ganz besonders spannend für Biertrinker: Das Immunsystem kann einen halben Liter täglich gut verschmerzen, wer allerdings regelmäßig mehr trinkt, schwächt seine Abwehrkräfte.

Kommen wir nun zu dem Körperteil, den wir und andere als erstes sehen: richtig, der Haut! Die Haut transportiert so unglaublich viel von innen nach außen - über Ausschläge, Pickel, Pusteln und Juckreiz. „Die Ernährungs-Docs“ Dr. med. Matthias Riedl, Dr. med. Anne Fleck und Dr. med. Jörn Klasen haben die besten Ernährungsstrategien bei Neurodermitis, Schuppenflechte, Akne und Co. Das Schöne an diesem Exemplar ist, dass neben Fachwissen auch über 60 Rezepte für eine gesunde Haut mit inbegriffen sind – die sehen lecker aus und schmecken!

Sie sind fit, gesund, mit strahlender Haut und einem intakten Immunsystem, aber eine Nackenverspannung macht Sie fertig? An dieser Stelle erst einmal gute Besserung! Vielleicht helfen Ihnen folgende Bücher:

Prof. Dr. med. Gustav Dobos beschreibt in seinem Werk „Endlich schmerzfrei und wieder gut leben“, wie Sie die körpereigenen Heilungskräfte aktivieren können. Egal ob Kopfschmerz, Rückenschmerz, Migräne oder Gelenkschmerz – auf 316 Seiten in Nachttischgröße sind Sie bestens informiert.

Auch sehr zu empfehlen ist von Dorit-Zimmermann- „Wege aus der Schmerzspirale“. Anders, als in anderen Ratgebern, erfahren Sie hier, was Schmerz überhaupt ist und wie er entsteht - die unterschiedlichen Schmerztypen, welche Rolle soziale und psychische Faktoren bei Schmerzen spielen und selbstverständlich finden Sie auch hier ganzheitliche Therapieansätze.

Wir wünschen Ihnen eine wunderbare Zeit, gerade für sich selbst. Wer weiß, wann wir wieder dazu kommen, so in unseren eigenen Körper hinein zu spüren, wie jetzt ist der Corona-Zeit?!

 


 

150 Jahre deutscher Nationalstaat

Vor 150 Jahren, im Januar 1871, wurde der moderne deutsche Nationalstaat gegründet. Viele Neuerscheinungen blicken 2021 auf dieses historische Ereignis, insbesondere auf die Zeit des Kaiserreichs, nebst seiner Nachwirkungen zurück. 

 

Neuerscheinungen:

  • Christoph Nonn: 12 Tage und ein halbes Jahrhundert. Eine Geschichte des deutschen Kaiserreichs 1871-1918. C. H. Beck, München 2020. 686 Seiten.
    • Die Entwicklung des modernen deutschen Nationalstaats war geprägt von immenser wirtschaftlicher Dynamik, jedoch auch von politischem Stillstand, demokratischen Lernprozessen und autoritärer Verkrustung, bahnbrechenden Sozialreformen und heftigsten sozialen Konflikten. In zwölf Kapiteln, die jeweils von den Ereignissen eines bestimmten Tages ausgehen, beleuchtet Christoph Nonn diese faszinierend bunte Epoche und lässt die Menschen lebendig werden, die sie gestalteten und durchlebten. So etwa der Künstler Anton von Werner, der die Kaiserproklamation gleich mehrfach malte, Julie Bebel, die selbstbewusst in der Politik wie in der gemeinsamen Drechslerwerkstatt an die Stelle ihres Manns August trat, wenn der wieder einmal im Gefängnis saß, oder der Schuster Wilhelm Voigt, der als «Hauptmann von Köpenick» eine Stadt zum Narren hielt und damit eine Nation zum Lachen brachte.

 

  • Christoph Jahr: Blut und Eisen. Wie Preußen Deutschland erzwang. C. H. Beck, München 2020. 368 Seiten.
    • Was am 18. Januar 1871 im Spiegelsaal von Versailles inszeniert wurde, war die wohl folgenreichste machtpolitische Revolution des 19. Jahrhunderts: die Gründung des deutschen Kaiserreiches. Während jahrhundertelang eine lose verbundene Ansammlung von Staaten der Mitte Europas ihr Gesicht gegeben hatte, war nun ein Nationalstaat entstanden, der durch seine Lage, Größe und wirtschaftliche Stärke den Kontinent nachhaltig veränderte. Wie konnte damals gelingen, woran zuvor Generationen gescheitert waren? Christoph Jahr erzählt die dramatischen Ereignisse neu, durch die Preußen Deutschland erzwang, und zeigt, wie die Reichsgründung bis heute fortwirkt.

      «Nicht durch Reden oder Majoritätsbeschlüsse werden die großen Fragen der Zeit entschieden ..., sondern durch Eisen und Blut.» So begründete Otto von Bismarck am 30. September 1862 im preußischen Abgeordnetenhaus die Notwendigkeit erhöhter Militärausgaben. Zehn Jahre später hatten die Waffen gesprochen – im Krieg gegen Dänemark 1864, im innerdeutschen Krieg zwischen Österreich und Preußen 1866 und schließlich im deutsch-französischen Krieg von 1870/71. Christoph Jahr lässt die Geschichte der Reichsgründung lebendig werden und zeigt, wie groß die Widerstände waren – von Außen, aber auch im Inneren. Dabei verbindet er die Ereignisgeschichte mit den großen Trends der Zeit und die Perspektive von oben mit den Erfahrungen von unten. Ob überzeugungstreue Liberale, entschiedene Konservative oder preußenkritische Süddeutsche: die zynische Machtpolitik Bismarcks fand viele Kritiker. Nichts war alternativlos und alles hätte anders kommen können. Doch die Art und Weise, wie Preußen Deutschland erzwang, hatte Konsequenzen, die bis heute spürbar sind.

 

  • Eckart Conze: Schatten des Kaiserreichs. Die Reichsgründung von 1871 und ihr schwieriges Erbe. dtv, München 2020. 288 Seiten
    • Die „Kriegsgeburt“ des Kaiserreich ist nach Eckart Conze kein positiver Bezugspunkt des wiedervereinigten, postnationalen, demokratischen Deutschlands, sondern allenfalls ein Beispiel für die Gefahren einer Renationalisierung. 

      Wie demokratisch war der neue Staat? Hat sich Deutschland damals auf einen „Sonderweg“ in die Moderne begeben? War in der Reichsgründung der Weg zum Ersten Weltkrieg bereits angelegt. Was verbindet 1871 und 1933, was Versailles und Auschwitz?

      Die Bundesrepublik stehe nicht in positiver Verbindung zur Reichsgründung: »Es gibt nichts zu feiern. Das Reich von 1871, es ist vergangen. Das Deutschland der Gegenwart steht nicht in seiner Tradition.«

 

  • Oliver F. R. Haardt: Bismarcks ewiger Bund. wbg Theiss, Darmstadt 2020. 944 Seiten
    • Wie verwickelt der Weg zur deutschen Einigung 1871 war, erzählt Oliver Haardt in seinem Werk anhand der Verfassungsgeschichte des Reiches und setzt damit einen ganz anderen Schwerpunkt als die deutschen Autoren. So sei das Deustche Reich kein von Preußen dominierter Autokratenstaat gewesen, sondern ein föderaler Verfassungsstaat.
      Stark nach außen, instabil nach innen: Innenpolitische Machtkämpfe hielten das Regierungssystem ständig im Fluss. Trotz aller internen Spannungen konnte sich das Kaiserreich jedoch zum ersten deutschen Nationalstaat entwickeln, aus dem die Weimarer Republik hervorging. Die politische Kultur des Kaiserreichs hinterlässt bis heute Spuren in der europäischen Politik. Zum Beispiel ähneln die Föderalstrukturen der Europäischen Union denen des Kaiserreiches in einigen wichtigen Punkten in bemerkenswerter Weise.

 

Schon länger im Bestand:

  • Tobias Arand: 1870/71 - die Geschichte des Deutsch-Französischen Krieges erzählt in Einzelschicksalen.  Hamburg, Osburg Verlag, 2019.
  •  Lothar Machtan: Kaisersturz. Vom scheitern im Herzen der Macht. Darmstadt, wbg Theiss, 2018.
  • Christopher Clark: Wilhelm II. Die Herrschaft des letzten deutschen Kaisers. München, Pantheon, 2018.
  • Klaus-Jürgen Bremm: 1866. Bismarcks Krieg gegen die Habsburger. Darmstadt, Theiss, 2016.
  • Christoph Nonn: Bismarck. Ein Preuße und sein Jahrhundert. München, Beck, 2015.
  • Deutschland um 1900. Ein Porträt in Farbe. Köln, Taschen, 2015.
  • Frank Lorenz Müller: Der 99-Tage-Kaiser. Friedrich III. von Preußen - Prinz, Monarch, Mythos. München, Siedler, 2013. 

 


 

Hölderlin, Hegel & Beethoven


Das Jahr 1770 – Der britische Seefahrer James Cook entdeckt die Ostküste Australiens. In Dänemark bricht eine schwere Pockenepidemie aus. Am 16. Mai heiratet Maria Antoinette in Versailles den französischen Thronfolger Louis Auguste, der spätere König Ludwig XVI. Im Kurfürstentum Sachsen wird die Folter abgeschafft.

Johann Christian Friedrich Hölderlin, Georg Wilhelm Friedrich Hegel und Ludwig van Beethoven werden geboren. Der Dichter, der Philosoph und der Komponist begingen und begehen dieses Jahr ihr 250. Jubiläum – ein Grund mehr um einen Blick auf das Leben und Schaffen der drei Herren zu riskieren.

Hölderlin kam am 20. März 1770 in Lauffen am Neckar zur Welt. 1794 beendete er sein Studium der Theologie – beschloss jedoch, nicht Pfarrer, sondern Dichter zu werden. Er, der wie Hegel und Beethoven angetan war von den Ideen der Französischen Revolution, veränderte nicht nur die gewohnten Gedichtformen, sondern erdachte auch neue Worte und versuchte somit der Welt in seinen Gedichten ein neues Antlitz zu verleihen – mehr Freiheit, mehr Menschlichkeit, mehr Schönheit. Zu seiner Zeit wurde der Lyriker geschätzt und verehrt, jedoch nur von wenigen verstanden. Erst im 20. Jahrhundert begann die Anerkennung seiner literarischen Leistung.
Folgen Sie Peter Härtling auf den Lebensspuren des Dichters in dem biographischen Roman „Hölderlin“, welches der Verfasser als den Versuch einer Annäherung bezeichnete. Möglicherweise kann man sich jemandem, der ein so bewegtes und zum Teil rätselhaftes Leben führte, lediglich annähern. Um sich mit seinem Werk vertraut zu machen, empfehlen wir Friedrich Hölderlins „Werke in einem Band“.

Erwähnung findet Hölderlin auch in den Biographien „Hegels Welt“ von Jürgen Kaube und „Hegel. Der Philosoph der Freiheit“ von Klaus Vieweg. Diese widmen sich dem Leben und Wirken des am 27. August 1770 in Stuttgart geborenen Philosophen Hegel, der sich während seines Studiums der Philosophie und evangelischen Theologie in Tübingen mit dem Dichter zeitweilig ein Zimmer teilte. Die jungen Männer freundeten sich an und trafen sich morgens um vier zum gemeinsamen Gedankenaustausch – wer verschlief, wurde bestraft, indem er seine Weinration abtreten musste.
Weltruhm erlangte Hegel durch sein Wirken an der Berliner Universität. Neben Johann Gottlieb Fichte und Friedrich Wilhelm Schelling gilt er als wichtigster Vertreter des deutschen Idealismus. Nähern Sie sich dem Denken und Werk des Philosophen, für den das Leben aus immerwährender Veränderung bestand und die Vernunft den Ursprung aller Wirklichkeit darstellte, mit der Lektüre Dina Emundts‘ und Rolf-Peter Horstmanns „Georg Wilhelm Friedrich Hegel. Eine Einführung“ an.

Der dritte Jubilar in diesem Bunde bedarf sicher weniger Worte – Ludwig van Beethoven gilt immerhin als weltweit berühmtester deutscher und meistgespielter klassischer Komponist. Sein genaues Geburtsdatum ist ein Rätsel; getauft wurde er am 17. Dezember 1770 in Bonn. Auf eine nicht gewöhnliche, eigene Art und Weise widmet sich der bekannte, im letzten Jahr verstorbene Musikwissenschaftler Martin Geck in „Beethoven. Der Schöpfer und sein Universum“ dem Leben und Schaffen des Komponisten – in Porträts stellt er Leitfiguren, Zeitgenossen sowie Nachkommende vor und gewährt dem Leser so einen Einblick in das Universum Beethovens.
Einen weiteren ungewöhnlichen Einblick in das Leben des Künstlers bietet die Graphic Novel „Beethoven. Unsterbliches Genie“ von Peer Meter und Rem Broo, die sich den Tagen nach Beethovens Tod widmet und in Rückblenden aus dessen Leben sowie von der ihn zu Lebzeiten umgebenden Gesellschaft erzählt.
Eine letzte Empfehlung sei Verena Maatmans Roman „Frau Beethoven. Die unsterbliche Geliebte“. Erzählerisch verarbeitet die Autorin die Liebesgeschichte zwischen Josephine von Brunsvik und Ludwig van Beethoven – zentrale Figur ist die junge Adlige, an die der Komponist Zeit seines Lebens mindestens 13 Liebesbriefe richtete, in denen er sie unter anderem als „Liebe, geliebte, einzige ..“ bezeichnete.

 


 

Fremde Welten erkunden in der Bibliothek

 

In Zeiten, in der wir unsere reale Welt nur noch schwer erkunden können, müssen wir unseren Entdeckungsdrang anderweitig ausleben. Was könnte uns besser entführen, als ein gutes Buch? Der Bereich Fantasy und Science-Fiction der Stadtbibliothek ist voll von Neuerscheinungen, die auf interessierte Leser und Leserinnen warten.

 

Wer den Namen Christopher Paolini kennt, erinnert sich meist sofort an „Eragon“. Die weltweite Besteller-Jugendbuchreihe schrieb er schon mit 15 Jahren. Nun erschien mit „Infinitum – Die Ewigkeit der Sterne“ sein neuer Roman, diesmal vor allem für erwachsene Leser. Er erzählt von Kira Navarez, einer jungen Forscherin, deren Traum, neue Welten zu erkunden, schnell zum Albtraum wird. Bei einer Erkundung eines fremden Planeten entdeckt sie etwas, was nie zuvor ein Mensch gesehen hat, und hält auf einmal das Schicksal der gesamten Menschheit in ihren Händen.

 

Ein für Film- und Sci-Fi-Fans geläufiger Titel kleidet sich im neuen Gewand: Die Vorlage für David Lynchs 1984 erschienenem Film „Der Wüstenplanet“ und der nun für 2021 angekündigten Neuverfilmung „Dune“ erscheint jetzt in der Neuübersetzung. Wer einen Klassiker der Zukunftsliteratur neu erleben möchte, kann nun in den ersten zwei Bänden – „Der Wüstenplanet“ und „Der Herr des Wüstenplaneten“ – gemeinsam mit Paul Atreides in die Welt des Planeten Arrakis reisen und die Intrigen aufdecken, die ihn dort erwarten.

 

Eine Zukunft aus anderer Sicht präsentiert Martha Wells im „Tagebuch eines Killerbots“.

„Nach dem Hacken meines Chefmoduls hätte ich glatt zum Massenmörder werden können, aber dann ist mir klargeworden, dass ich auf den kombinierten Feed der Entertainmentkanäle zugreifen konnte, der über Firmensatellit reinkam.“ So beginnt die Erzählung des selbsternannten Killerbots, der sein Leben eigentlich lieber mit Filmen und Serien verbringen würde, als mit seiner Arbeit als Security-Roboter. Einen Strich durch die Rechnung macht ihm ein Team von Wissenschaftlern, die er auf einer gefährlichen Mission beschützen soll. Der gefühlvolle Mix aus Humor und Action wurde mehrmals prämiert, unter anderem dreimal mit dem renommierten Hugo Award.

 

Besteht Interesse an der Gegenwart und näheren Zukunft, so ist die Kurzgeschichtensammlung „Quantenträume“ zu empfehlen. Hierin beschäftigen sich namhafte Autoren aus China mit dem Trendthema Künstliche Intelligenz. Ob intelligenter Plüsch-Seehund, der seine eigene Sprache erfindet, eine Maschine, die in einem buddhistischen Kloster einen Rückzugsort sucht, oder ein Haushaltsroboter, der in einen Mordfall verwickelt wird: In fünfzehn gesammelten Erzählungen setzen sich die Autoren emotional und kritisch mit der Frage auseinander, was Künstliche Intelligenz für unsere Lebenswelt bedeutet.

 

In das verschneite Russland zur Zeit der mongolischen Invasion entführt der zweite Band der Winternacht-Trilogie von Katherine Arden, „Das Mädchen und der Winterkönig“. Während der erste Band noch tief in den Wäldern Russlands spielte, begleiten wir Protagonistin Wasja nun in die Metropole Moskau. In Männerkleidung getarnt findet sie sich am Hof des Prinzen wieder. Schnell wird Wasja – dank der Ratschläge des Winterdämons – zur engsten Vertrauten des Prinzen. Doch niemand am Hof darf je erfahren, dass der tapfere Kämpfer aus dem klirrend kalten Norden eigentlich eine junge Frau ist ... Der zauberhafte Schreibstil der Autorin ließ die Magie des verschneiten Winterwaldes und seiner Geister schon im ersten Band spürbar werden. Auch die Fortsetzung ist wieder einen Blick wert.

 

An einem weniger zauberhaften Ort findet sich die Protagonistin von Sam Sykes‘ „Sieben schwarze Klingen“ wieder, nämlich im Gefängnis am Tag ihrer Hinrichtung. Viel bleibt ihr in diesem Moment nicht, außer zu erzählen. Davon, wohin der Offizier verschwunden ist, der mit ihr gesehen wurde. Von der Zerstörung, die sie hinterlassen hat. Und von den Magiern, die ihr alles genommen haben und an denen sie sich zu rächen gedenkt. Bewaffnet mit einer magischen Pistole, einem Schwert namens Jeff und einer Flasche Whiskey geht sie auf die Jagd und wird verwickelt in ein Abenteuer, das man am liebsten gar nicht wieder zur Seite legen würde.

 

Ebenfalls in Gefangenschaft befindet sich Vaelin al Sorna, ein Mann mit vielen Namen: Schwert des Königs, Dunkelklinge, Rabenschatten und, vor allem, Hoffnungstöter. Doch all das ist Vergangenheit, denn nun ist er an Bord eines Schiffs, das ihn zu dem Ort bringen soll, an dem es für ihn um Leben und Tod geht. Die Rabenschatten-Trilogie von Anthony Ryan zeigt den Werdegang des berühmten Kämpfers und was nötig ist, um ein Reich zu retten.

 

Eine Welt voll Magie und Maschinerie gibt es zu entdecken in „Der Schlüssel der Magie“ von Robert Jackson Bennett. Der Auftakt der Founders-Trilogie beginnt mit einem Diebeszug. Diebin Sancia besitzt – unfreiwillig – eine besondere Fähigkeit. Was auch immer sie berührt, erzählt ihr seine Geschichte. Das macht sie zu einer verdammt guten Diebin, aber auch zu einem Ziel, denn ihre neueste Beute ist mehr als nur ein einfacher Schlüssel. Und jedes der mächtigen Handelshäuser wird dieses Artefakt besitzen wollen.

 

Natürlich gibt es daneben auch weitere spannende Bücher zu entdecken. Ein Besuch lohnt sich!

 

 


 

Lesefutter für Jugendliche und Jugendbuch-Fans

 

Im Jugendbereich der Stadtbibliothek gibt es ab sofort wieder viele neue Medien auszuleihen.

 

Für alle, die sich in andere Welten und Zeiten wünschen empfiehlt die Bibliothek die neue Reihe “Vortex“ von Anna Benning. Darin wird die Welt durch Vortexe verändert und die Protagonistin Elaine versucht die Welt vor diesen zu beschützen.

 

Die bekannten Netflix-Serien „Riverdale“ und „Chilling Adventures of Sabrina“ sind jetzt nicht nur zum streamen erhältlich, sondern auch zum Ausleihen und Schmökern. Die spannenden Vorgeschichten bilden den Anfang neuer Buchreihen.

 

Disney-Fans aufgepasst!

In der Bibliothek gibt es ab sofort die neue Jugendbuch Reihe von Serena Valentino über die Bösewichter der Disney-Prinzessinnen. Den Auftakt macht „Die Schönste im ganzen Land“, in der das Märchen über die böse Stiefmutter Schneewittchens erzählt wird. In „Das Biest in ihm“ erfahrt Ihr die Geschichte rund um den schönen Prinzen, der in das Biest verwandelt wurde, aus der Geschichte „Die Schöne und das Biest“.

 

„Ausschneiden, kopieren, einfügen: Wenn das Leben nur so einfach zu bedienen wäre wie Photoshop.“, so wird unter anderem das Buch „Oben ohne“ beschrieben. Es erzählt die Geschichte von Amelie, die sich unwohl in ihrem Körper und ihrer Klasse fühlt bis eines Tages eine neue Mitschülerin in die Klasse kommt, die ihr hilft beliebt zu werden. Ein tolles Jugendbuch, das das Leben der Teenies beschreibt.

 

„Das Mädchen, das ein Stück Welt rettete“ basiert auf einer wahren Geschichte aus der Zeit des Zweiten Weltkrieges. Denn Stefania rettete 13 Menschen, indem sie sie vor den Nasen der Nazis versteckte. Eine spannende Geschichte für Jugendliche über Mut und Zivilcourage aus einer dunklen und gefährlichen Zeit.

 

Für die Fantasy-Leser gibt es den Beginn der neuen Trilogie „Otera“. Eine spannende Geschichte über die junge Deka und was die Farbe ihres Blutes mit ihrem Leben als Soldatin in der Armee der unsterblichen Alaki zu tun hat.

 

Natürlich gibt es noch viel mehr Neues im Jugendbereich, neue Einzelromane, neue Reihen sowie Reihenfortsetzungen. Eine bunte Mischung, bei der für jeden etwas dabei ist.

 

Ein Besuch lohnt sich!